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Til Schweiger

THE BOSS.

Zitat: It’s better to have a gun and don’t need it than to need a gun and don’t have it.“ (True Romance)

Til Schweiger ist ein Kinostar und ein leidenschaftlicher Filmemacher. Er agiert vor und hinter der Kamera – als  Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Kein anderer deutscher Schauspieler hat seit Beginn der Auswertungen der FFA (1968) mehr Zuschauer ins Kino gezogen.

Alles fließt bei ihm zusammen, wenn er seine Geschichten, Bilder und Träume auf die Leinwand bringt. Wenn er andere Menschen mitnimmt und berührt. Wenn er im besten Sinne sein Publikum unterhält. Es ist eine besondere Fähigkeit. „Til macht das alles aus einem natürlichen Instinkt heraus. Da hilft einem keine Filmschule“, wie Kollege und Freund Moritz Bleibtreu sagt.  

Schon als Kind entdeckt Til seine große Liebe.  Er verbringt viele Nachmittage mit Agenten, Gangstern und Westernhelden. Was er sieht, kann er seinen zwei Brüdern, daheim im hessischen Heuchelheim bei Gießen, detailversessen und höchst lebendig nacherzählen. Einen Beruf daraus machen? Kommt ihm zunächst nicht in den Sinn. Erst die Unlust bei seinem halbherzig begonnenen Medizinstudium bringt ihn Ende der Achtziger Jahre in die Spur: Schauspiel-Schule in Köln („Ich probiere das einfach mal“), erste Rolle in der TV-Serie „Lindenstraße“, kurz danach das Kinodebüt im Ruhrpott-Spaß „Manta Manta“. Es ist die Zeit, in der deutsche Komödien im Kino boomen und Til ist in zwei stilprägenden Kassenmagneten dabei – in Sönke Wortmanns „Der Bewegte Mann“ und Detlev Bucks „Männerpension“.

Mitte der Neunziger Jahre gehört Til zu den populärsten Schauspielern in Deutschland. Er möchte sich jedoch nicht in Komödien mit ewig gleichem Erfolgsmuster verheizen. Er sucht nach neuen Stoffen und Herausforderungen. Diese ist mit „Knockin On Heaven’s Door“ gefunden – ein heiter-melancholisches Roadmovie über zwei Krebskranke ( Til Schweiger und Jan Josef Liefers). Til entwickelt das Drehbuch mit, treibt Produktionsgelder auf, agiert unermüdlich im Hintergrund.

„Knockin On Heavens Door“ wird mit knapp vier Millionen Zuschauern ein überwältigender Erfolg des deutschen Kinojahrganges 1994.

Von da an spürt Til: Kino machen in seiner ganzen Vielfalt ist seine Passion. Die folgenden Jahre pendelt er zwischen seinem zeitweiligen Wohnsitz Los Angeles und seiner Heimat Deutschland. In verschiedenen internationalen Produktionen erweitert er sein schauspielerisches Repertoire (u.a. „Judas Kiss“ mit Emma Thompson und „Driven“ mit Sylvester Stallone). Vor allem aber sammelt er weitere Erfahrungen bezüglich Kameraführung, Regie und Produktion. Und er verinnerlicht die unschlagbare Professionalität, mit der in Hollywood Kino gemacht wird. Think big. Nicht klein-klein und deutsch.

Im Vorfeld des Filmes „Barfuß“ im Jahr 2005 gründet Til mit seinem langjährigen Partner Tom Zickler die Produktionsfirma Barefoot Films (dem Nachfolger ihrer ersten Firma Mr Brown Entertainment).  Hier laufen die Erfolgsfäden zusammen – von der Stoffentwicklung über das Drehbuch bis zur Filmmusik, von der Produktion bis zum Marketing.

Erfolgsfilme wie „Keinohrhasen“ (2007) und „Kokowääh“ (2011) faszinieren ein stetig wachsendes Publikum und etablieren Til als einen der erfolgreichsten deutschen Regisseure und Produzenten. Es sind Familienkomödien, die sich durch einen besonderen optischen Look und pointierte lebensnahe Dialoge auszeichnen. „Es gibt keinen anderen Filmemacher, der das Thema Familie in all seinen Facetten so zeitgemäß und höchst unterhaltsam auf die Leinwand bringt. Das ist eine große Kunst“, so der Filmprofessor und Regisseur Hark Bohm.

Til's Star-Power ist ungebrochen. Bis heute kommt er auf rund 50 Kino- und Fernsehfilme. Im Jahr 2009 schafft er eine bis heute unerreichte Bestmarke im deutschen Kino: Als Hauptdarsteller seiner eigenen Regie-Arbeit „Zweiohrküken“ lockt Til 4,2 Millionen Zuschauer in die Kinos, zugleich gehört er zum Ensemble des Quentin-Tarantino-Meisterwerks „Inglourious Basterds“ (zwei Millionen Zuschauer) und auch sein Mitwirken in Simon Verhoevens Komödie „Männerherzen“ übersteigt im selben Jahr locker die Zwei-Millionen-Grenze.

Filmen ist für Til motivierende Teamarbeit und eine familiäre Angelegenheit mit langjährigen Vertrauten und Mitarbeitern. Dazu passt auch, dass zwei seiner Kinder inzwischen erfolgreich unter seiner Regie vor der Kamera stehen  – Emma in „Kokowääh 1 und 2“ (2011/2013) sowie „Honig im Kopf“ (2014), Luna in „Schutzengel“ (2013) und als seine Film-Tochter der „Tatort“-TV-Reihe. Seit März 2013 ermittelt Til als Hamburger Kommissar Nick Tschiller im ARD-Sonntagskrimiklassiker „Tatort“ – mit mehr als 12 Millionen Zuschauern und begeisterten Kritiken ist es für den Action- und Krimifan eine erfolgreiche Rückkehr ins Fernsehen, wo einst seine Schauspieler-Karriere begann.

Als Produzent kümmert sich Til von jeher sehr stark um die Technik, den Sound und das Setdesign seiner Filme. Dieses Engagement führte dazu, dass er im Jahr 2013 gemeinsam mit seinem Bruder, dem renommierten Designer und Innenarchitekten Nik Schweiger, die Firma Barefoot Design gründete. 2014 folgte Barefoot Living, ein Online-Shop für Wohndesign und handgefertigte Haushaltsprodukte.

Dennoch wird Til's Schwerpunkt auch in Zukunft das Kino bleiben. Denn es ist die Umsetzung großer Gefühle auf großer  Leinwand. Etwas, wovon er schon als Zehnjähriger instinktiv geträumt hat, als  er sich ein paar Jahre älter gemacht hat, um sich in Gießen ins Kino zu schleichen.

Til's Filmtipps

The Town
Heat
Rush
Der Pate
Terminator 2
Die Faust im Nacken
Wie ein wilder Stier
Einer Flog übers Kuckucksnest
Wege zum Ruhm
Der einzige Zeuge
Die zwölf Geschworenen
True Romance
Midnight Run – Fünf Tage bis Mitternacht
Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel

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